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01.12.2020

Pillas (jetzt Friedas) Frauchen hat einen Bericht über die Vermittlung und Pillas erste Zeit im neuen Zuhause geschrieben. Es freut uns immer sehr, wenn die Besitzer, aber auch das Umfeld positiv auf unseren Verein blicken und so glücklich mit ihrer Fellnase sind. Wieder einmal hat ein Traumhund ein Traumzuhause gefunden! Aber lest gerne selbst:

„Guten Tag,
ich möchte gern die Gelegenheit nutzen, mich von Herzen für die wunderbare Hündin zu bedanken, die seit zwei Wochen bei uns lebt!

Frieda, ein Foxterriermischling, ist seit 14.11. Teil der Familie!Die Tage vor ihrer Ankunft waren spannend:

„Ein Hund aus dem Tierschutz?? Auch noch aus dem Ausland? Und Du hast den noch nie live gesehen? Übergabe mitten in der Nacht auf einem P+R Parkplatz? Ach und bezahlt hatte Du den auch schon vorab? Ist das wirklich ein seriöser Verein?“, so oder ähnlich klagen die Kommentare, die ich mir im Vorfeld anhören dürfte.

Geduldig erklärte ich wieder und wieder, dass ich seit Tagen in engen Kontakt mit der Vermittlerin stehe, regelmäßig mit Fotos und Berichten vom Hund upgedatet werde und „Glück für Pfoten“ einen tadellosen Eindruck macht. Auch das Tierheim in Ungarn, wo es nicht einmal fließend Wasser gibt, sieht für diese Verhältnisse sehr ordentlich aus, alle Zwinger sauber, die Tiere gepflegt, alles prima. Und auch die Tierschützerin, die uns zur Vorkontrolle besucht hatte, bestätige, dass der Verein in Dortmund sehr gewissenhaft bei der Vermittlung vorgehe.

Jetzt, zwei Wochen später, stehen die gleichen Zweifler voller Begeisterung vor Frieda: „Wow, was für ein toller Hund! Und schon stubenrein! Die hört ja sogar schon auf ihren Namen! Ist die niedlich!“ Transport und Übergabe liefern problemlos, auch wenn der Teil- Lockdown die Spielregeln bestimmte (kontaktlose Übergabe, das ist gewöhnungsbedürftig), nachts um kurz vor zwei saß Frieda endlich schwanzwedelnd in unserem Auto und die Begeisterung auf beiden Seiten war groß!

Drei Tage nach ihrer Ankunft war Frieda tatsächlich stubenrein – insgesamt gab es aber auch nur gerade mal vier Pfützchen.

Gleich montags nach dem Anreisewochenende hat sie mich das erste Mal ins Büro begleitet und verhielt sich auch dort vorbildlich. Sie bleibt alleine ohne zu bellen oder zu jaulen und ist zu allen Kollegen freundlich, schläft ruhig im Körbchen oder spielt mit ihrem Kau-Seil, man merkt eigentlich kaum, dass sie da ist.

Ein Tierarztbesuch nach zehn Tagen bestätigte nochmal, dass Frieda topfit ist, das geschätzte Alter kommt hin, und die Ärztin lobte sehr, dass sie neugierig, aufgeschlossen, nicht ängstlich, dabei aber nicht aufdringlich ist. O-Ton: „Sie haben da echt einen Traumhund erwischt!“

Ein Extra-Lob gab’s auch nochmal für die Vermittlung und den Verein, weil die Impffristen so penibel eingehalten wurden: „das macht eben gleich einen guten Eindruck“.

Frieda ist inzwischen wirklich „angekommen“. Anfangs war sie noch etwas zurückhaltend, jetzt gewinnt sie an Sicherheit und testet, so wie sich das für einen Hund in diesem Alter und in dieser Situation gehört, auch mal die Grenzen aus. Sie hat innerhalb der ersten Woche Sitz, Platz, Komm und Nein gelernt, terriertypisch ist sie sehr clever und lernt unglaublich schnell. Unsere Geheimwaffe ist Leberwurst aus der Tube, dafür tut Frieda ALLES!

Ein ganz großer Vorteil ist aus meiner Sicht, dass ein Hund aus dem Tierschutz meistens schon reichlich Erfahrung im Umgang mit seinen Artgenossen hat. Wenn Frieda anderen Hunden im Park begegnet läuft das problemlos: richtig großen Hunden geht sie eher aus dem Weg, ohne dabei aber Angst zu zeigen, kleine werden freudig begrüßt und zum Spielen aufgefordert.

Die kleine Kläffmaschine von gegenüber wird hingegen höflich ignoriert, mit einem Blick zu mir, als wolle Frieda sagen „die spinnt doch, oder?“

Zu Hause geniesst Frieda ausgiebige Schmuserunden und scheint sich rundum wohl zu fühlen, die Nutzungsrechte der Couch sind inzwischen geklärt (mit uns zusammen okay, alleine nicht – aber nachts, wenn alles schläft, dann, naja….

Wir alle sind sehr stolz auf die Kleine – und dankbar für die wunderbare Arbeit, die Frau Wüstefeld und der Verein leisten, da steckt echt Herzblut drin!

Wir wünschen allen weiterhin ganz viel Spaß mit ihren Fellnasen und dem Verein sowie dem Tierheim viele, viele so erfolgreiche Vermittlungen wie wir sie erleben durften!

JZ und Frieda“