Reiseberichte

27.04.2018-29.04.2018

Schönes Wetter, freie Tage, verständnisvolle Familien die unsere eigenen Vierbeiner versorgen und ungeduldige Besitzer. Was kann man bei dieser Kombination besseres machen als das Auto vollzuladen und sich auf den Weg zu unseren Schützlingen zu machen?
Ganze 6,5 Wochen lagen zwischen unseren letzten beiden Ungarnfahrten und in der Zeit hatte sich, dank der großen Futterspende des Futterhauses und diverser privater Spender, schon wieder viel Futter, Spielzeug etc. angesammelt.
Am Freitag um 06:00 Uhr starteten wir unsere Fahrt nach Törökszentmiklós. Glücklicherweise ist es inzwischen lange hell, sodass das Autofahren nicht ganz so anstrengend war wie beim letzten Mal.
Gegen 21:00 Uhr kamen wir nach 14 Stunden Fahrt in unserer Pension an. Der Pensionsbeagle begrüßte uns, wie jedes Mal, sehr freundlich und freute sich über die Decke und die Leckerlis, die wir ihm schenkten. Wie viele Hunde in Ungarn lebt er Tag und Nacht auf dem Hof und schläft in den Blumenbeeten oder auf dem Steinboden, anstatt in einem weichen Körbchen. Deshalb haben wir dem kleinen Kerl dieses Mal ein paar kleine Geschenke genommen, die er dankend angenommen hat.
Nach einer kurzen Nacht fuhren wir morgens ins Tierheim und luden zuerst unsere mitgebrachten Spenden aus. Anschließend übergaben wir einigen Fellnasen Geschenke, die wir im Auftrag der Paten mitgebracht hatten. Die Freude war augenscheinlich sehr groß!
Nachdem alle Geschenke verteilt worden waren, machten wir zu allererst Fotos von den Hunden, die schon von uns vermittelt worden sind, aber erst im Mai oder Juni ihre Reise nach Deutschland antreten werden. Die Besitzer freuten sich sehr über die Fotos und Videos ihrer Hunde und auf diese Weise konnten wir die Wartezeit wenigstens etwas versüßen.
Natürlich verbrachten wir einen Großteil des Tages damit, neue Hunde kennenzulernen, Fotos zu schießen, Videos zu drehen und mit den Fellnasen zu kuscheln. Bei ängstlichen Hunden wurde versucht das Vertrauen zu gewinnen, bei „schwierigen“ Hunden machten wir uns ein erneutes Bild, um für sie irgendwann ein möglichst passendes Zuhause finden zu können.
Natürlich durfte die Bearbeitung der Papiere für die Rückfahrt nicht fehlen. Außerdem besprachen wir mit Klaudia nähere Details bezüglich der nächsten beiden Projekte, die uns vorschweben.
Einerseits planen wir einen Freilauf, in dem die Hunde für einen kurzen Moment den stressigen Tierheimalltag vergessen können. An diesem Ort sollen die Hunde spielen können. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, neue Gerüche zu erschnuppern oder sich in die Sonne bzw. den Schatten legen zu können. Sie sollen einfach nur HUND sein dürfen, der nicht den ganzen Tag in der dunklen Halle und dem Lärm lebt, sondern einfach mal kurz vergessen darf.
Auch ein weiteres Projekt brennt uns unter den Nägeln. Wir möchten eine Krankenstation/Quarantäne errichten, damit beispielsweise Neuankömmlinge und frisch operierte Hunde die Möglichkeit bekommen, sich auszuruhen bzw. damit ansteckende Krankheiten sich nicht im Tierheim ausbreiten. Natürlich müssen wir realistisch bleiben, sodass die Krankenstation einfach gehalten und nicht dem deutschen Standard entsprechen wird. Das ist ja schon alleine gar nicht möglich, weil das Tierheim weder einen Wasseranschluss, noch Strom hat. Wir werden in Kürze näheres über diese beiden Projekte berichten.
Leider endete der Tag im Tierheim weniger schön, als wir es uns erhofft haben. Schon den ganzen Tag hat Nessi uns Sorgen bereitet. Sie lag apathisch in der Ecke und rührte sich kaum. Kurz bevor wir gingen, bekam sie leider einen epileptischen Anfall. Es ist traurig dies mit ansehen zu müssen und zu wissen, dass der Stress im Tierheim die Situation vielmehr verschlimmert als verbessert. Mit einem dicken Kloß im Hals verließen wir das Tierheim und nahmen uns vor, dass wir unbedingt ein Zuhause für Nessi finden müssen. Manche Hunde kommen besser mit dem Tierheimalltag klar und manche schlechter. Nessi ist einer der Hunde, die im Tierheim überhaupt nicht gut aufgehoben sind.
Michaela und ich fuhren in die Pension und ließen den Tag Revue passieren. Obwohl wir schon so oft die immer ähnlich ablaufenden Tage im Tierheim verbracht haben, gibt es immer sehr viele Dinge, die uns anschließend beschäftigen. An diesen Tagen entwickeln sich in unseren Köpfen immer besonders viele Ideen, wie wir das Leben unserer Schützlinge verbessern können.
Nach einer kurzen Nacht holten wir am Sonntag um 07:00 Uhr Django, Jyl, Pimpa und Lotta ab, um sie zu ihren Familien nach Deutschland zu bringen. Django reiste als Pflegehund, jedoch war seine Pflegefamilie umgehend so sehr in ihn verliebt, sodass sie ihn bereits zwei Tage später adoptiert haben. Bis jetzt haben wir nur positives von den vier Fellnasen gehört.
Wieder einmal ging eine ereignisreiche Ungarnfahrt zu Ende. So anstrengend diese Fahrten sind, so wichtig sind sie auch für uns. Nur wenn wir uns einen persönlichen Eindruck von der Situation vor Ort und auch von den Tieren machen, können wir etwas zum positiven verändern.
Und wie immer kann ich nur sagen, dass ich mich schon auf die nächste Ungarnfahrt freue!
Viele Grüße
Larissa

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09.03.2018-11.03.2018

Wie ihr ja bereits wisst, überkommt Michaela und mich (Larissa) immer wieder das Bedürfnis, unsere Schützlinge in Ungarn zu besuchen. Nachdem ich im Oktober Freddy adoptiert habe und er sich in den letzten Monaten richtig toll bei uns eingelebt hat, war es nun wieder möglich, endlich wieder nach Törökszentmiklós zu fahren.

Die Planung unserer Fahrten beginnt schon immer frühzeitig und dieses Mal standen wir vor einem großen Rätsel…wie genau bekommen wir über 1000 kg an Spenden in den Passat? Egal wie gut man in Tetris ist, es ist schlichtweg NICHT möglich. Wie es der Zufall will, hat uns das Schicksal wieder einmal Glück gebracht. Denn die Besitzer von Sean hörten davon und erklärten sich kurzerhand dazu bereit, uns mit ihrem Anhänger zu begleiten, damit wir alle Spenden mitnehmen können. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei Karin und Ralf dafür bedanken, dass ihr uns ohne zu zögern auf diese Weise unterstützt habt!

Aus vier reisenden Hunden, wurden nun also fünf Fellnasen, die den Weg ins Glück antreten konnten. Leider war unser Auto bereits voll, sodass nicht alle reservierten Hunde einen Platz im Auto reservieren konnten. Also musste ich Sünis Herrchen mitteilen, dass der Kleine leider im März nicht reisen kann und somit erst bei der nächsten Fahrt auf große Tour gehen kann. Auch hier wurde ich wieder von der Tierliebe unserer Besitzer überrascht. Denn er sagte „Wann und wo seit ihr in Törökszentmilkós? Ich komme auch dahin und hole Süni persönlich ab. Auf eigene Kosten, mit eigener Anfahrt.“

Super, also konnten wir sechs reisende Hunde (Peggy, Pimpa, Sean, Süni, Fruszi und Koci) beim Veterinäramt anmelden! Leider wurde Pimpa kurz vor der Reise krank, sodass wir uns dazu entschieden haben, dass es besser für die ältere Hundedame ist, wenn sie erst einmal gesund wird und im April nach Deutschland reist. Natürlich war Pimpas Frauchen sehr traurig, aber für uns steht immer der Hund an erster Stelle und somit ist es für uns auch Tierschutz dafür zu sorgen, dass kein kranker Hund seine Fahrt antritt.
Glücklicherweise musste Pimpas Platz aber nicht leer bleiben, denn Tommy, der schon reiserfertig war, ist an ihrer Stelle nach Deutschland gereist.

Aber nun noch einmal zurück zu unserer Fahrt…Am Freitag um 04:30 Uhr trafen Michaela und ich uns mit Karin und Ralf sowie ihrer Hündin Pia am Freischütz. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg nach Ungarn. Mit Anhänger kann man leider nicht so schnell fahren wie ohne Anhänger, sodass wir, ohne Stau u.ä., am Freitag Abend gegen 22:15 Uhr endlich in der Pension ankamen. Wir fielen in unsere Betten und versuchten zeitnah zu schlafen denn wir wussten, dass uns ein aufregender Tag im Tierheim bevorstand.

Dort trafen wir am Samstag um 09:00 Uhr ein. Sünis Pflegefrauchen Györgyi, die sich in den letzten Monaten um den kleinen Mann gekümmert hat, wartete bereits auf uns. Sünis Besitzer konnten somit ihr neues Familienmitglied sofort begrüßen. Nachdem alles Organisatorische geklärt war, machten sie sich auch direkt auf den Rückweg nach Deutschland.

Györgyi hatte auch Sünis Brüder Borisz und Bendegusz dabei, die Beide noch ein liebevolles Zuhause suchen. Wir haben die Gelegenheit genutzt und die Beiden persönlich kennengelernt und fotografiert. Es sind zwei ganz tolle Hunde, die zwar noch recht ängstlich sind, aber sich mit etwas Geduld und Einfühlungsvermögen sicherlich wunderbar entwickeln werden.

Nachdem wir die vielen Spenden ausgeladen haben, haben wir einigen Hunden persönliche Geschenke überreicht. Mehrere Paten haben uns wieder Pakete für die Fellnasen mitgegeben, andere Hunde bekamen Kissen, Körbchen und Spielzeuge geschenkt.

Anschließend begaben wir uns an unser obligatorisches Foto- und Videoshooting. Da sich die Interessenten ihre Hunde nur vom Bild aussuchen, sind schöne Bilder und bestmögliche Eindrücke anhand von Videos natürlich sehr wichtig. Auch gibt es uns auch immer die Gelegenheit die Hunde persönlich kennenzulernen, damit wir Interessenten möglichst genaue Informationen zu den Vierbeinern geben können. Das Wetter spielte super mit, sodass wir bei Sonnenschein die Hunde ins beste Licht rücken konnten. Dabei fiel wieder einmal auf, wie freundlich die Hunde zu uns sind. Kein Hund begegnete uns während des Shootings aggressiv. Ganz im Gegenteil, oftmals mussten wir uns vielmehr vor Küsschen retten, die die Hunde liebend gerne verteilen.

Nach dem Shooting schnappten wir uns ein paar Pakete mit Leckereien, die wir verteilten. Es ist inzwischen bei uns zum Ritual geworden, dass wir bei jeder Fahrt jedem einzelnen Hund ein besonderes Leckerchen geben. Sie haben es alle verdient, diesen kleinen Moment des Glücks zu erhaschen. Viele Hunde leben schon seit Jahren im Tierheim und werden immer übersehen. Fast alle Hunde sind schwarz, aber wer will schon schwarze Hunde? Leider nicht viele Menschen…

Zu guter letzt bereiteten wir die Papiere für die Fahrt vor, damit wir am nächsten Tag nur noch die Hunde abzuholen brauchten. Dann machten wir uns auf den Weg zum Tanken, Essen für die Fahrt holen usw., bevor wir uns frisch machten und eine Pizzeria aufsuchten.

Am Sonntag um 07:00 Uhr holten wir unsere reisenden Schützlinge im Tierheim ab. Klaudia, unsere Tierheimleiterin, und eine Tierheimmitarbeiterin hatten den Hunden bereits ihre Sicherheitsgeschirre angezogen, sodass wir die Hunde nur noch einmal pipi machen ließen und sicher im Auto unterbrachten. Wir verabschiedeten uns von den Tierheimmitarbeitern und auch von Karin und Ralf, die sich auf den Weg in ihr Ferienhaus machten, in dem sie die nächste Zeit mit ihren beiden Hunden verbringen werden.

Wir fuhren unseren ersten Halt an, an dem wir gegen 18:00 Uhr Peggy an ihre Besitzer übergaben und bei der Gelegenheit noch ein wenig Trockenfutter erhielten. Gegen 20:15 Uhr wurde Fruszi an ihre Besitzer übergeben, die sich ebenfalls sehr über die süße Wuschelmaus freuten. Anschließend machten wir uns auf den Weg in unsere Heimat, wo Koci von ihrer Pflegestelle abgeholt wurde. Über Koci, die noch eine liebevolle Familie sucht, gibt es bisher nur Positives zu berichten, Auf der ganzen Fahrt hat sie keinen Mucks von sich gegeben. Vielmehr hat sie sehr interessiert aus dem Fenster geschaut oder geschlafen. Unser erster Eindruck ist, dass Koci eine ganz tolle Hundedame ist, die es sehr verdient hat, ihre Familie fürs Leben zu finden. Wenn sie erstmal eine neue Frisur hat, schleicht sie sich hoffentlich ganz schnell in die Herzen IHRER Menschen! Als letztes stieg Tommy aus, der von seinen Besitzern schon sehnsüchtig erwartet wurde.

Am nächsten Tag warteten natürlich noch die ganzen Nachbereitungen auf uns. Denn…Die Hundeboxen müssen alle ausgewaschen und desinfiziert werden. Updates zu den einzelnen Hunden werden geschrieben, Bilder und Videos müssen gesichtet und in die Portale sowie auf die Homepage gestellt werden.

Die Ungarnfahrten bedeuten für uns zwar viel Freude, aber auch immer viel Arbeit. Aber wenn wir sehen, wie die Augen von den Hunden und auch von den neuen Besitzern leuchten wissen wir, dass wir alles richtig gemacht haben und dass es sich lohnt, sich jeden Tag für die Tiere einzusetzen.

Nach der Fahrt ist übrigens schon wieder vor der Fahrt. Denn in sechs Wochen machen Michaela und ich uns wieder auf den Weg zu unseren Schützlingen. Die Boxen sind geputzt, also sind wir doch eigentlich jetzt schon wieder bereit…! 

Viele Grüße

Larissa

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27.10.2017-29.10.2017

FREDDY…Dieser süße Wuschelhund war dieses Mal der Auslöser für unsere Ungarnfahrt. Nachdem für mich klar war, dass Freddy unsere Familie bereichern soll, rief ich Michaela an und berichtete ihr von unserem tierischen Familienzuwachs.
Ihre erste Frage war „Wann geht’s los, um Freddy zu holen?“.
Da Freddy schon kastriert und geimpft war, entschlossen wir uns dazu, die Ungarnfahrt spontan fünf Tage später zu starten. Michaela und ich sind vor unseren Fahrten ohnehin jedes Mal aufs Neue so aufgeregt, dass wir am liebsten sofort ins Auto steigen und losfahren würden.

Da wir noch Platz in unserem Wagen hatten, veröffentlichten wir kurzerhand einen Aufruf in der Hoffnung, kurzfristig noch einige Spenden zu erhalten. An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei den Spendern bedanken, die so spontan dafür gesorgt haben, dass unser Auto komplett vollgeladen werden konnte.

Um kurz nach sechs Uhr morgens starteten wir unsere Reise nach Ungarn. Wir fuhren von einem Stau in den nächsten und wurden dabei von Sonne und Regen begleitet. Naja, wenigstens konnten wir auf der langen Strecke ganz lange einen wunderschönen Regenbogen anschauen, der uns auf unserer Reise begleitete.

Nach 16 Stunden Fahrt kamen wir endlich an unserer Pension an. Wir fielen in unsere Betten und versuchten, trotz unserer Aufregung, noch etwas Schlaf zu finden, bevor es am Samstag um 09:00 Uhr ins Tierheim gehen sollte.

Dort angekommen begrüßten wir natürlich als allererstes Freddy und die hübsche Hundedame Arven, die im danebenlegenden Zwinger lebt. Wir gingen mit den Beiden eine Runde spazieren und lernten uns schon einmal besser kennen. Anschließend luden wir die Spenden aus. Neben den ganzen Futter- und Sachspenden konnten wir auch noch 130,-€ Futtergeld übergeben, von dem in den nächsten Tagen Futter gekauft wird. Welpenfutter ist besonders knapp, sodass die Tierheimmitarbeiter sich sehr über die Geldspende gefreut haben.

Einige Paten haben uns für ihre Schützlinge Geschenke mitgegeben, welche wir den Fellnasen persönlich überreicht haben.

Ich habe vor dieser Fahrt wieder einmal eine lange Liste mit Hunden erstellt, die neue Fotos für die zukünftige Vermittlung brauchen. Glücklicherweise hatten wir wunderschönen Sonnenschein, sodass wir einige Stunden lang unsere Fotomodels vor der Kamera ins rechte Licht rückten. Dabei konnten wir uns auch persönliche Eindrücke von den Hunden machen, was bei der zukünftigen Vermittlung sehr hilfreich für uns ist.

Sechs Stunden später machten wir uns auf den Weg zurück in die Pension. Die vielen Eindrücke, die man an einem Tag in einem Tierheim mitnimmt, wurden natürlich dabei von uns reflektiert. Auf unseren Tierschutzfahrten werden natürlich die Hunde geknuddelt, aber wir schauen immer darauf, was vor Ort verändert werden kann und muss. Tierschutz vor Ort ist uns ein großes Anliegen und ein Fokus unserer Arbeit.
So konnten wir beispielsweise feststellen, dass noch Platz für weitere Zwinger ist, in denen Hunde untergebracht werden sollen, die derzeit ohne Witterungsschutz an der Kette leben müssen.

Auch konnten wir schon kleine Fortschritte sehen, die uns sehr gefreut haben. Wir haben vor einiger Zeit über die Hündin Csilla berichtet, die von den Hunden aus dem Nachbarzwinger an einem Vorderbein und ihrer Rute stark verletzt wurde. Nun wurden Wände zwischen die Zwinger gebaut die verhindern, dass die Hunde ihre Pfoten, Ruten oder Schnauzen durch den Nachbarkennel stecken und sich gegenseitig verletzen können.

Wir gingen an diesem Abend früh schlafen, denn am nächsten Tag wollten wir schon wieder um 07:00 Uhr im Tierheim sein, um Freddy abzuholen.

Nachdem wir unsere wertvolle Fracht an Bord hatten, ging es wieder in Richtung Heimat. Das Wetter meinte es nicht gut mit uns, denn es stürmte und regnete stark.

Gegen 21:00 Uhr kamen wir Zuhause an. So anstrengend unsere Ungarnfahrten immer wieder sind, möchten wir sie trotzdem nicht missen. Die Dankbarkeit der Tiere und der Tierheimmitarbeiter, ist für uns jedes Mal ein Highlight. Und dass die Fellnasen unseres Partnertierheims nicht nur im Tierheim, sondern auch Zuhause ganz toll sind, kann ich nun persönlich bestätigen.

Viele Grüße

Larissa

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25.08.2017-27.08.2017

Der Begriff „Hundeverrückt“ beschreibt Michaela und mich glaube ich sehr treffend. Deshalb ist es jedes Mal ein absolutes Highlight für uns, wenn wir unsere Schützlinge, für die wir uns jeden Tag aus der Ferne einsetzen, in Ungarn besuchen können.

An diesem Wochenende war es wieder einmal so weit und wir machten uns auf den Weg nach Törökszentmiklós zu unserem Partnertierheim.

Um 06:00 Uhr holte mich Michaela Zuhause mit dem voll Spenden beladenen Auto ab, welches uns netterweise Szotyis Paten Anja und Kai für diese Fahrt geliehen haben. Wir kamen staufrei voran und fuhren der Sonne und dem guten Wetter in Ungarn entgegen. Das Außenthermometer zeigte in der meisten Zeit eine Temperatur um die 33 Grad an, aber uns ist es lieber zu heiß als zu kalt .

Um 20:30 Uhr wurden wir mit selbst gebackenen Apfelrosen von der Tierheimleiterin Klaudia an unserer Pension empfangen. Wir waren müde von der 14,5 Stunden langen Autofahrt und gingen nach einem Abendessen in einer Pizzeria recht früh ins Bett, um am nächsten morgen fit für das Tierheim zu sein.

Am Samstag trafen wir um 08:15 Uhr im Tierheim ein, um dort unsere mitgebrachten Spenden (ca. 400 kg Futter, Geschirre, Halsbänder, Leinen u.v.m.) auszuladen. Anschließend fuhren wir mit drei Autos zu einem Futterhandel, in dem wir von dem gespendeten Futtergeld weitere 880 kg Hundefutter kauften. Nachdem auch dieses Futter ordentlich im Lager gestapelt war, begann der schönste Teil unserer Reise: Der persönliche Kontakt mit den Hunden.

Als erstes bekamen die Patenhunde ihre Geschenke, die wir von vielen Paten erhalten und mitgenommen haben. Die Geschenkübergaben dokumentierten wir natürlich mit Fotos, die wir immer allen Paten als Dankeschön versprechen.
Anschließend arbeiteten wir unsere Liste ab auf der alle Hunde standen, die noch nicht so schöne Bilder haben. Da viele Hunde in Rudelhaltung leben, kamen oft mehrere Hunde gleichzeitig zu unserem Fotoshooting auf der Straße vor dem Tierheim. Fast alle Hunde aus dem Tierheim (dort leben ca. 110 Hunde) wurden von uns im Laufe des Tages fotografiert.
Natürlich wurde auch ausgiebig gekuschelt und kurze Spaziergänge durften natürlich auch nicht fehlen. Die ganze Zeit standen uns Klaudia und Laszlo zur Seite. Sie waren sehr geduldig und unterstützten uns so gut sie konnten.

Gegen Mittag kam Attilas Frau Mariann mit einer Kühltasche vorbei und brachte uns kühle Cola sowie leckeres Eis vorbei. Nach dieser erfrischenden Pause (es war ca. 35 Grad warm) machten wir bis 16 Uhr weiter Bilder von unseren Schützlingen. Dabei fiel uns auf, wie freundlich fast alle Hunde den Menschen und auch ihren Artgenossen begegnen. Auch wenn einige Fellnasen aufgrund ihrer Vorgeschichte etwas unsicher sind, sind sie dennoch freundlich und orientieren sich sehr an den Menschen. Man merkt, dass die Tierheimmitarbeiter mit den Tieren geduldig sind und mit ihnen arbeiten.
Auffällig ist, dass viele Hunde, anders als in anderen Tierheimen, auch Männer ganz toll finden. Attila ist der „Hundeflüsterer“ im Tierheim, denn er beschäftigt sich mit den schwierigen Hunden. Beispielsweise lebt dort die Hundedame Korina, die aufgrund ihrer früheren Erlebnisse kaum einen Menschen mag. Aber Attila bekommt sogar Küsschen von Korina, die sich alles von ihm gefallen lässt.

Auch sind alle Hunde optisch in einem guten Ernährungszustand und wirken äußerlich gesund. Von den Hunden, die krank sind, haben wir schon vorab alle Informationen zu den Krankheiten erfahren, sodass wir den zukünftigen Interessenten solche Details geben können. Der persönliche Kontakt mit den Tieren ist uns sehr wichtig, um möglichst gut einschätzen zu können, welches Tier zu welcher Familie passen könnte. Wir möchten nicht um jeden Preis vermitteln, sondern das Wohl unserer Schützlinge steht für uns an erster Stelle.

Wir schauten uns auch die fünf neuen Zwinger an, die wir mit Unterstützung unserer Spender finanzieren konnten. Die Zwinger sind sehr massiv und so, wie wir sie uns vorgestellt haben.

Nach dem Tag im Tierheim machten wir uns frisch und fuhren anschließend zu Attila und Mariann, die uns, die Tierheimmitarbeiter und zwei ehrenamtliche Helfer zu original ungarischem Gulasch zum Abendessen nach Hause eingeladen haben. Wir waren von so viel ehrlich gemeinter Herzlichkeit, die wir an dem Tag erfahren durften, wirklich positiv überrascht. Obwohl nur Klaudia deutsch spricht, konnten wir uns mit Händen und Füßen verständigen und wurden in der kleinen Gruppe integriert. So nette Menschen als Kooperationspartner an seiner Seite zu haben ist uns viel Wert, denn so ist es um ein vielfaches einfacher, gemeinsame Ziele im Sinne unserer Schützlinge zu erreichen. Viele Dinge konnten an dem Tag in Törökszentmiklós besprochen werden, die für unsere weitere Zusammenarbeit relevant sind. Als Dankeschön für unsere Unterstützung haben wir T-Shirts geschenkt bekommen, welche normalerweise die Tierheimmitarbeiter tragen. Darüber haben wir uns sehr gefreut.

Abends fielen wir müde in unsere Betten, nachdem wir den Tag noch einmal Revue passieren lassen haben.

Am Sonntag starteten wir unsere Rückreise um 08:00 Uhr. Obwohl Ferienende war, hatten wir nur an den Grenzen Stau und kamen nach ca. 15 Stunden Fahrt gegen 23:15 Uhr wieder bei mir Zuhause an. Nachdem wir unsere eigenen Fellnasen (und unsere Männer ) ausgiebig begrüßt haben, ging es schon wieder für uns ins Bett.

Obwohl wir an diesem Wochenende insgesamt fast 30 Stunden im Auto saßen war für uns schon auf der Rückfahrt klar, dass wir bald unsere nächste Reise nach Törökszentmiklós starten werden. Wie sagte ich am Anfang des Berichtes? Wir sind einfach „Hundeverrückt“!

Viele Grüße

Larissa

24.03.2017-28.03.2017

Im November waren Michaela und ich, Larissa, das letzte Mal bei unseren Schützlingen in Ungarn. Die letzte Tierschutzfahrt war also nach unserem Empfinden viel zu lange her, sodass wir uns dafür entschieden, unsere sieben Sachen und selbstverständlich möglichst viele Spenden in das Auto zu packen und den Weg nach Ungarn zu starten.

Am Freitag, den 24.03.2017 starteten wir unsere Reise um 06:00 Uhr morgens am Vereinssitz in Dortmund. Wir hatten gute Laune und freuten uns schon sehr auf die nächsten Tage. Wir kamen bei gutem Wetter und ebenso gutem Straßenverkehr problemlos bis nach Zalaegerszeg durch und kamen gegen 19 Uhr in unserer Pension an. Wir aßen zu Abend und gingen früh schlafen, um am nächsten Tag fit für das Tierheim Bogáncs zu sein.

Dort angekommen, wurden wir schon vor dem Tor des Tierheims von Judit und Tamas empfangen. Natürlich starteten wir als allererstes unsere Runde durch das Tierheim und begrüßten die vielen Fellnasen. Viele Hunde kannten wir schon von unserem letzten Besuch. Aber auch Hunde, die noch nicht so lange im Tierheim sind, wie die freundliche, stürmische Hundedame Mira, die sich riesig über unseren Besuch zu freuen schien und sich gar nicht mehr beruhigen wollte, schlichen sich direkt in unser Herz.

Nachdem wir unsere erste Runde durch das Tierheim gemacht hatten, luden wir die Spenden aus. Futter, Decken, Desinfektionsmittel, Medikamente, Spielzeug und vieles mehr konnten wir den Tierheimmitabeitern überreichen. Auch ein paar Geschenke für die Mitarbeiter, die eine Spenderin uns mitgegeben hatte, wurden freudig entgegengenommen.

Anschließend wandten wir uns den Patenhunden zu. Viele Paten haben ihren Patenhunden Geschenke mitgegeben, die wir ihnen natürlich persönlich überreicht haben. Die Leckerchen, Kauknochen, das Zeckenschutzmittel und auch die Spielzeuge wurden alle entsprechend verteilt und von den Fellnasen mit einem zufriedenen Schwanzwedeln angenommen. Na klar, man bekommt ja schließlich nicht jeden Tag soo tolle Geschenke im tristen Tierheimalltag!

Wir bekamen auch die Gelegenheit, die Fortschritte des Kettenhundes Vulkan zu sehen, die er durch die Trainingsstunden mit dem Hundetrainer, welche ihm seine Patin geschenkt hat, schon gemacht hat. Er ging wirklich toll und aggressionslos an der Leine und genoss seinen Spaziergang sichtlich. Nach dem Füttern, Schmusen und Spielen war der Tag im Tierheim schnell rum, sodass wir uns irgendwann verabschieden mussten.

(Aufgrund mangelnder Kooperation seitens des Tierheims Bogáncs in Zagalegerszeg findet keine Zusammenarbeit mehr mit diesem Tierheim statt. Wie Sie in den anderen Reiseberichten und hier lesen können, arbeiten wir seit März 2017 mit dem Tierheim Befogad-lak Alaptívány in Törökszentmiklós zusammen.)

Unsere Reise ging weiter durch schöne Städte wie Budapest, die sich wirklich zu besichtigen lohnen. Wir sahen unterwegs weniger Straßenhunde als man denkt. Dies ist aber, wie wir häufiger zu sagen bekamen, mehr Schein als Sein. Häufig werden die Fellnasen eingefangen und in die Tötungsstation gebracht, sodass man sie dann natürlich nicht sieht…

Einen Abend vor der Rückreise in unsere Heimat bekam ich, Larissa, eine Nachricht von einer Tierschützerin, die im Osten von Ungarn lebt und mit der ich seit längerer Zeit in Kontakt bin. Sie hat aus der Stadt Törökszentmiklós, die ebenfalls im Osten liegt, einen Hilferuf von der Tierheimleiterin erhalten und dachte direkt an unseren Verein. Wir ließen es uns nicht zweimal sagen und planten direkt unsere Route so, dass wir das Tierheim besuchen konnten.

In diesem Tierheim leben ca. 110 Hunde und diese werden von nur zwei Personen betreut. Eine Person arbeitet in der Frühschicht, die andere Person in der Spätschicht.

Das Tierheim hat kein Wasser, keinen Strom und somit auch weder ein Waschbecken zum Hände waschen bzw. Wasser in Näpfe einfüllen, noch eine Toilette. Jede zweite Woche wird dem Tierheim Wasser geliefert, sodass die Hunde etwas zu Trinken haben. Als Waschbecken dient eine Schüssel.

Aufgrund der Vielzahl der Hunde müssen viele Hunde schon seit Jahren an der Kette leben. Das Geld reicht nicht für weitere Zwinger, sodass sich die Tierheimmitarbeiter, neben der Ketten für die Hunde, auch mit aneinandergestellten Paletten behelfen, die für kleine Hunde als Zwinger dienen sollen.

Michaela und ich haben schon viele ausländische Tierheime besucht. Dies war in Ungarn das sechste Tierheim das ich besichtigte und ich dachte, dass ich inzwischen hart im Nehmen wäre. Michaela und ich hatten jedoch einen riesen Kloß im Hals als wir sahen, wie die Hunde dort häufig schon seit vielen Jahren leben müssen.

Die Zwinger sind dunkel und ohne Sichtschutz aneinandergereiht, sodass die Hunde, die teilweise mit vielen Hunden zusammen in den Zwingern leben, permanentem Stress ausgesetzt sind. Die Tiere wirken alle gesund, offene Wunden oder ähnliches waren bei keinem Tier sichtbar. Ganz im Gegenteil, sie wirkten recht gepflegt und hatten alle eine gute Figur.

Wenn ein schwarzer Hund das Tierheim betritt, hat er aufgrund seiner Farbe kaum eine Chance, es wieder zu verlassen. Generell werden dort, wenn überhaupt, nur Hunde bis maximal einem Alter von ca. 4 Jahren adoptiert. Tiere mit Handicap haben dort leider überhaupt keine Chance auf eine Adoption in Ungarn. Dabei sind fast alle Hunde absolut freundlich zu den Menschen, verschmust und häufig auch verspielt. Sie sehnen sich augenscheinlich so sehr nach Liebe. Viele Hunde klammerten sich an uns, wenn wir sie streichelten und wollten uns gar nicht mehr gehen lassen. Einige Vierbeiner kletterten vor Aufregung an den Gittern hoch, andere steckten einfach ihre Schnauzen durch die Gitterstäbe und gaben ganz viele Küsschen. Natürlich gibt es auch einige Hunde, die schon aufgegeben haben. Hunde, die schon den Glanz in den Augen verloren haben und nur stumm die Situation ertragen, die sich leider nicht ändern lässt, solange sie dort hinter Gittern sitzen…

In vielen Tierheimen gibt es Gassigänger, die dafür sorgen, dass die Hunde wenigstens am Wochenende etwas Auslauf bekommen. In diesem Tierheim kommen am Wochenende leider in der Regel nur zwei bis drei Ehrenamtliche, die natürlich nicht annähernd mit allen Hunde spazieren gehen können. Im Osten von Ungarn gibt es leider recht wenig Tierfreunde. Anders als in den anderen Teilen des Landes, in denen es inzwischen einen Umbruch im Hinblick auf das Denken gegenüber der Fellnasen gibt, gibt es im Osten von Ungarn, wie uns erzählt wurde, nur wenig Tierfreunde, die unterstützend tätig sein möchten oder Interesse an einem Tier hätten.

Die Tierheimmitarbeiter versuchen wirklich alles für die Hunde zu tun, was in ihrer Macht steht. Man merkt ihnen ihre Tierliebe an. Die Tierheimleiterin Klaudia arbeitet ebenfalls noch bei einem Tierarzt. Für sie käme ein Job anderswo aber wohl nicht in Frage, denn sie scheint für die Tiere zu leben. Aber die Mittel reichen einfach eindeutig nicht aus. Mit kleinen Mitteln versuchen sie, den Hunden etwas Gutes zu tun. Da kein Geld für Spielzeug vorhanden ist, spielen die Hunde beispielsweise mit alten Schuhen. Besser, als gar nichts zu haben…

Die Situation vor Ort hat uns sehr mitgenommen, dort ist wirklich großer Unterstützungsbedarf. Wir haben uns also  in einer Vorstandssitzung dazu entschieden, dass das Tierheim Törökszentmiklós ebenfalls von uns Unterstützung erhalten wird.

Abends machten wir uns auf den Weg in Richtung Heimat. Wir fuhren bis zur Österreichischen Grenze und schliefen dort ein paar Stunden, um für die weitere Rückfahrt einigermaßen ausgeruht zu sein. Wir kamen relativ problemlos durch den Verkehr, nur kurz vor unserem Ziel staute es sich durch den Feierabendverkehr. Aber wir ließen uns die Laune nicht so schnell vermiesen und mit ein paar Scherzen, Musik und der Sonne am Himmel konnten wir auch den Stau bald hinter uns bringen, sodass ich am Dienstag gegen 17 Uhr wieder Zuhause war und meine eigenen Zwei- und Vierbeiner wieder in meine Arme schließen konnte.

Wieder einmal war es eine schöne Tierschutzfahrt und schon jetzt ist uns klar, dass wir uns bald wieder auf den Weg zu unseren ungarischen Schützlingen machen werden. Wir haben einmal die Fellnasen in unser Herz gelassen und nun können wir nicht anders, als uns so viel wie möglich für sie einzusetzen.

Die Fahrt ging wieder einmal mit vielen Erlebnissen, Freud und Leid, Spaß, Ernsthaftigkeit und vielen weiteren Geschehnissen und Emotionen vonstatten und wir können nur sagen, dass sich jeder Einsatz für die Vierbeiner absolut lohnt.

Viele Grüße

Larissa

Bilder Tierheim Törökszentmiklós:

 

11.11.2016-13.11.2016

Reisebericht der Ungarnfahrt vom 11.11.2016-13.11.2016 mit Michaela und Larissa

Nachdem bereits seit einiger Zeit der Kontakt zu dem Tierheim in Zalaegerszeg bestand, war für Michaela und mich klar, dass wir zeitnah das Tierheim besuchen möchten. Also verabredeten wir uns für den 12.11.2016 mit den Tierheimmitarbeitern im Tierheim.

Am Donnerstag trafen Michaela und ich uns bei mir und luden so viele Mitbringsel wie möglich in unser Auto. Natürlich stieg unsere Aufregung immer weiter an, denn wir wussten ja nicht, was uns vor Ort in Ungarn erwarten würde.

Am Freitag holte Michaela mich gegen 06:15 Uhr Zuhause ab. In Siegen und Würzburg schneite es, ansonsten begleitete uns den ganzen Tag stetiger und teilweise recht starker Regen. Dementsprechend langsam mussten wir fahren, sodass wir, obwohl es keinen Stau gab, etwa zwei Stunden länger als geplant (13 Stunden) brauchten, um an unser Ziel zu gelangen. Aber Michaela und ich sind typische Frauen und haben uns immer sehr viel zu erzählen, sodass die Zeit recht kurzweilig war.

Gegen 19:15 Uhr kamen wir in unserem Hotel an. Wir aßen zu Abend und gingen dann zeitig ins Bett, damit wir am nächsten Morgen fit für das Tierheim sein konnten.

Als wir aufwachten, hatte es bereits begonnen zu schneien. Also zogen wir uns dicke Sachen an und fuhren für 10 Uhr zum Tierheim. Dort wurden wir schon vor den Toren des Tierheims von Judit und Támas erwartet. Sie stellten uns direkt der Tierheimleiterin Erika vor und boten uns Kaffee, Tee und selbst gebackenen Kuchen an. Ein paar der ehrenamtlichen Helfer können deutsch sprechen, sodass wir uns direkt gut verständigen konnten.

Natürlich waren wir sehr neugierig auf die Fellnasen, sodass wir uns in den Schnee begaben und all die Fellnasen begrüßten. Fast alle Hunde kamen direkt an die Gitter der Zwinger und freuten sich über uns. Wir durften auch in die meisten Zwinger reingehen und die Hunde ausgiebig knuddeln und natürlich Fotos machen. Die Tiere waren sehr freundlich zu uns und genossen sichtlich jede Streicheleinheit. Da die meisten Hunde in Rudelhaltung leben, wurden wir gleich von vielen Hunden belagert und sahen nach kurzer Zeit aus wie kleine Schweinchen. Das machte uns aber nichts aus, denn wir freuten uns über die vielen freundlichen Hunde.

Ebenso konnten wir die Hunde vom näheren Betrachten und dabei feststellen, dass diese gut genährt und fast alle in einem guten gesundheitlichen Zustand sind. Auf Nachfragte konnte uns bei etwas kränklich wirkenden einzelnen Hunden sofort erklärt werden, woran diese Tiere leiden und was getan wird, um die Krankheiten zu heilen. Auch konnten wir zu einem späteren Zeitpunkt Medikamente sehen, die diese Aussagen bestätigten.

Die Katzen leben zum Teil in einem gewärmten Raum, in dem es einige Kuschelplätze Rückzugsmöglichkeiten gibt. Einige junge Katzen leben in Käfigen.

Das Tierheim ist wirklich bemüht, den Tieren das Leben so schön wie möglich zu gestalten. Die Tiere haben Bälle in den Zwingern und erhaschen von vorbeilaufenden Mitarbeitern immer wieder ein liebevolles Wort oder eine kurze Streicheleinheit.

Nachdem wir fast alle Hunde und Katzen begrüßt und uns im Tierheim umgesehen hatten, luden wir unsere Mitbringsel aus. Die Tierheimmitarbeiter freuten sich sichtlich und Alle, sogar die Tierheimleiterin Erika, halfen beim Tragen der Sachen und bedankten sich mehrfach bei uns.

Michaela und ich machten uns gegen Nachmittag mit vielen neuen Eindrücken als gefühlte Eiszapfen auf den Weg zurück ins Hotel. Nach einer warmen Dusche fuhren wir zu Fressnapf in der Nähe des Tierheims und kauften Futter für die Kitten, welches dringend benötigt wird.

Um 18:30 Uhr trafen wir uns mit Judit, Erika und Tamás zum gemeinsamen Abendessen. Michaela und ich wurden mit zwei wunderschönen Blumensträußen überrascht, über die wir uns wirklich sehr gefreut haben. Wir haben einen schönen Abend mit ausgelassener Stimmung verbracht.

Am nächsten Morgen machten Michaela und ich uns zeitig auf den Rückweg nach Deutschland. Es war eine schöne Fahrt nach Ungarn und ich freue mich schon jetzt auf meine nächste Tierschutzfahrt!

Liebe Grüße

Larissa

– Aufgrund mangelnder Kooperation seitens des Tierheims Bogáncs in Zagalegerszeg findet keine Zusammenarbeit mehr mit diesem Tierheim statt. Wie Sie in den anderen Reiseberichten und hier lesen können, arbeiten wir seit März 2017 mit dem Tierheim Befogad-lak Alaptívány in Törökszentmiklós zusammen. –