Glück für Pfoten e.V.

Beno im Glück!

Ursprünglicher Name: Beno
Neuer Name: Beno
Lebt in seiner Familie seit: 01.12.2018

„Nach 16 und 15 Jahren mussten wir im Februar 2018 schweren Herzens unsere Oldies gehen lassen.
Sie gingen beide innerhalb einer Woche von uns und unsere dritte, junge Hündin blieb traurig allein
mit uns zurück.
Im Herbst beschlossen wir gemeinsam wieder einen zweiten Hund zu uns zu nehmen. Zwei Hunde
sind und machen einfach glücklicher. Da wir auch noch ein 1,5-jähriges Kind hatten, sollte das neue
Familienmitglied natürlich in die Familie passen. Unsere Wünsche waren also: kinderfreundlich,
verträglich mit anderen Hunden, nicht größer als kniehoch (wir hatten immer große Hunde, aber ein
kleinerer „Zweithund“ schien uns im derzeitigen Alltag doch einiges leichter zu machen) und es sollte
ein Hund aus dem Tierheim sein. Das Aussehen war uns egal, die Fellnasen sind sowieso immer von
innen heraus schön. Wir hielten also Ausschauund fanden …. Benö, einen kleinen schwarzen 2,5
–jährigen Mischling in einem ungarischen Tierheim. Ich war sofort verliebt und ich erinnere mich
noch gut daran das mein Mann die Anzeige sah und sofort sagte: „Ja, der ist es!“
Ich rief also Frau Simon vom Glück-für-Pfoten e.V. an und stellte alle noch offenen Fragen, füllte
einige Tage später die Selbstauskunft aus und kurz darauf kam eine super sympathische
Ehrenamtliche vom Cane Corso Club Deutschland zu uns nach Hause, welche die Vorkontrolle
übernahm und ihr Okay gab. Ein paar Wochen später stand endlich –wir waren wirklich schon sehr in
Vorfreude- der Anreisetermin fest. Wann genau der Transport von Ungarn in Berlin ankommen
würde, wurde uns live über WhatsApp mitgeteilt.
Am ersten Dezember, mitten in der Nacht, machte ich mich also auf den Weg zum Treffpunkt. Und
dann war es da, das kleine schwarze, ängstliche Wesen, das aussah wie ein Fuchs, nur eben in
Schwarz. „Grizou“ – das ist heute sein neuer Name- war in den ersten Tagen verständlicherweise
noch sehr rastlos und nicht ganz stubenrein, hatte sich sein Leben von heute auf morgen ja komplett
verändert. Kein Zwinger mehr, keine Kälte mehr, keine bellenden Hund dafür eine Familie, ein
Kleinkind, ein fremder Hund, ein Haus, ein Garten, Spaziergänge und viele andere Dinge, die er in
seinem Leben noch nie gesehen, gerochen, gehört, geschmeckt oder gefühlt hatte.
Von Anfang an verstand er sich wunderbar mit unserer Hündin. Beide sind ungefähr im gleichen
Alter, haben allerdings sehr unterschiedliche körperliche Voraussetzungen (unsere Hündin ist ein
recht muskulöserDogo-Argentino –Mischling). Das scheint beide aber überhaupt nicht zu stören. Sie
toben fast den ganzen Tag gemeinsam durch den Garten, jagen sich auf unseren Spaziergängen über
die Wiesen und kullern sich Bälle zu. Eifersucht? Fehlanzeige! Es scheint als hätten beide auf
einander gewartet. Aus dem kleinen, ängstlichen Hund ist innerhalb von nur 3 Monaten schon ein
deutlich selbstbewussterer Familienhund geworden, der sein neues Leben in vollen Zügen genießt.
Probleme zwischen ihm und unserer Tochter gibt es nicht. Sie darf ihn füttern und bekraulen und
besonders gern nach einen „arbeitsintensiven“ Gartentag.
Was sollen wir sagen? Für uns ist Grizou ein Traumhund, der zu uns passt wie „Arsch auf Eimer“
(Pardon für diese Metapher) und das schon nach so kurzer Zeit. Er hat sich toll entwickelt, hört
absolut vorbildlich auf seinen Namen, fährt gern Auto, ist stubenrein, frisst hervorragend, ist
verkuschelt und das Leben mit ihm macht einfach Spaß.
Wir bereuen unsere Entscheidung kein bisschen und können jedem mit unserer Geschichte nur Mut
machen sich für einen Tierheimhund zu entscheiden.“