Ein Zuhause im Herzen – für die, die keines finden dürfen

Ein Zuhause im Herzen – für die, die keines finden dürfen

Normalerweise sind Jubiläen ein Grund zur Freude. Für Korina, Argos und Léna bedeutet ihr diesjähriges Jubiläum jedoch etwas ganz anderes:
10 Jahre Tierheim.
Ein sicherer Ort – ja. Doch er ersetzt niemals die Wärme und Geborgenheit eines eigenen Zuhauses.
Alle drei gehören zu den Hunden, die so gut wie keine Chance auf ein Leben außerhalb der Tierheimmauern haben. Nicht, weil sie es nicht verdient hätten, sondern weil ihre Rasse eine Ausreise nach Deutschland unmöglich macht und sie aufgrund ihrer besonderen Charaktere leider auch in Ungarn schwer zu vermitteln sind. Für uns sind sie deshalb nicht weniger wichtig – im Gegenteil: Sie stehen stellvertretend für rund 14 Hunde, die derzeit als unvermittelbar gelten.
Und auch wenn ihnen „das große Glück“ eines eigenen Zuhauses verwehrt bleibt, können wir trotzdem etwas tun: Mit Patenschaften oder kleinen Spenden können wir ihren Alltag heller machen, Leid lindern und ihnen ein Stück Lebensqualität schenken.
Korina – 2015 geboren, mit zwei Welpen in einem Wasserloch aufgefunden. Ihr ganzes Leben kennt sie nur das Tierheim. Damals kämpfte sie wie eine Löwin, um die Kleinen zu beschützen. Doch was sie durchgemacht hat, hat tiefe Spuren hinterlassen: Misstrauisch gegenüber allem und jedem lässt sie nur einen einzigen Pfleger an sich heran. Auf der Straße hätte sie nicht überlebt, im Tierheim lebt sie wenigstens sicher.
Léna – ebenfalls 2015 ins Tierheim gebracht, als winziger Welpe. Weggeworfen, weil „man“ wohl keine Verwendung für sie hatte. Sie hat nie etwas anderes gesehen als die Gitter ihres Zwingers. Ihr Wesen ist sanft, aber äußerst schüchtern. Meistens zieht sie sich in ihre Hütte zurück, ihren einzigen sicheren Ort. Vertrauen schenkt sie nur Pfleger Attila – und selbst das ganz vorsichtig. Als wäre das nicht genug, erkrankte sie an grauem Star und drohte zu erblinden. Dank vieler lieber Spender konnte sie 2023 operiert werden und hat so wenigstens ein kleines Stück Lebensqualität zurückgewonnen.
Argos – geboren etwa 2013, fand man 2015 verlassen, an einen Baum angebunden, mitten im Nirgendwo. Aufgrund seiner kräftigen Statur wirkt er im Zwinger einschüchternd und zeigt sich nach außen oft abweisend. Doch „seine“ Menschen, die Pfleger, kennt er gut – und liebt sie umso mehr. Bei ihnen ist er verschmust, genießt Nähe und Aufmerksamkeit. Mit Artgenossen ist er leider unverträglich, und auch seine Rasse verhindert eine Vermittlung in Deutschland. Doch hinter den Tierheimgittern ist er nicht einfach „nur ein Hund“ – er ist ein Charakter, ein Herz, ein treuer Freund.
Dass diese drei, so gut wie keine Chance auf ein glückliches Leben in einer Familie haben, bedeutet nicht, dass wir nichts für sie tun können.
Schon eine kleine Spende oder eine Patenschaft macht den Unterschied:
Für Futter. Für Medikamente. Für Hoffnung.
Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass unvermittelbar nicht gleichbedeutend mit vergessen ist.